Presse SV Steinbach -  KSV Baunatal II 15.11.2015

 

osthessensport vom 13.11.2015

Das sind die Tipps von Christian Pfeiffer:

 

Eschwege – Schwalmstadt 1:3

Hessen Kassel II – SV Neuhof 2:1

SVA Bad Hersfeld – Rothwesten 2:1

Steinbach – KSV Baunatal II 4:0

Lehnerz II – Weidenhausen 3:3

Sand – Schauenburg 3:1

 

0sthessensport vom 13.11.2015

Verbandsliga – Saison für Sorg gelaufen – Lohsse fordert Heimsieg

Osthessen (hg/fs) – Zum Rückrundenauftakt der Fußball-Verbandsliga kann Steinbach am Sonntag (14.45 Uhr) mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Baunatal II den Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen. Ebenfalls einen Dreier will Lehnerz II zeitgleich zuhause gegen Weidenhausen holen, der SVA Bad Hersfeld hat den TSV Rothwesten zu Gast. Bereits um 13 Uhr ist der SV Neuhof bei Hessen Kassel II gefordert.

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Foto: Christine Görlich

 

SV Steinbach – KSV Baunatal II (Sonntag, 14. 45 Uhr)

„Es ist eine Pflichtaufgabe, aber auch die dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen“, mahnt Steinbachs Trainer Kalle Müller, bei dem das Willingen-Spiel, in dem der SVS in den letzten zehn Minuten einen 2:0-Vorsprung verspielte, noch präsent ist: „Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen, das darf uns nicht nochmal passieren. Wir müssen über die gesamten 90 Minuten konzentriert spielen und taktisch organisiert stehen.“ Schließlich soll die Serie von mittlerweile 16 Spielen ohne Niederlage nicht ausgerechnet gegen den Tabellenletzten reißen. „Ich kann die Mannschaft schwer einschätzen. Das Hinspiel war ein hartes Stück Arbeit, da waren sechs Spieler aus dem Hessenliga-Team dabei, das hat sich geändert. Vier Punkte sagen eigentlich alles“, äußert sich Müller zum Gegner. Definitiv nicht dabei sein werden Sebastian Bott (Oberschenkelprobleme) und Alex Terentew, der gegen Willingen mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen wurde. „Er hat am Freitag nochmal einen MRT-Termin für die Diagnose. Aber ich gehe davon aus, dass er in dieser Saison nicht mehr spielen wird“, so Müller. Hinter dem Einsatz von Fabian Wiegand steht noch ein großes Fragezeichen, er hat eine Innenbanddehnung.

 

torgranate vom 14.11.2915

Terentew wird bereits am Montag operiert

Kein Kreuzbandriss

Die schlimmen Befürchtungen haben sich nicht ganz bewahrheitet: Steinbachs Innenverteidiger Alex Terentew hat sich im Spiel gegen Willingen keinen Kreuzbandriss zugezogen. Eine MRT-Untersuchung am Freitag ergab: Der Meniskus im linken Knie ist eingeklemmt und angerissen. Bereits am kommenden Montag wird der 30-Jährige in Friedberg operiert.

Einerseits sei er erleichtert, dass das Kreuzband heil ist. "Aber schön ist das trotzdem nicht", sagt Terentew, dessen Knie inzwischen in erträglichem Maße schmerzt. Wie viele Wochen er letztlich ausfallen wird, ist noch offen: "Wenn der Arzt den Meniskus komplett entfernt, dauert es sechs bis acht Wochen. Wenn er ihn näht, können es vier bis fünf Monate werden. Das wird er aber erst bei der Operation entscheiden - je nachdem, was besser für mich ist", berichtet der Abwehrspieler.

Autor: Viktoria Goldbach

 

torgranate vom 13.11.2015

Brehl wird Terentew ersetzen und Startelfdebüt feiern

Verbandsliga: Erster gegen Letzter am Mühlengrund

 

http://torgranate.de/fotos/at/full/c547d4dd-b057-4a91-ace6-b306521df12cDa hatte Maxi Brehl noch das grüne Trikot Bachrains an, am Sonntag darf er erstmals vom Anpfiff weg für Steinbach in rot oder schwarz-weiß am Platz stehen. Foto: Charlie Rolff

Weil der Hünfelder SV Hessenpokal spielt und Bad Soden turnusgemäß das zweite Mal in dieser Saison freibekommt, sind nur vier Verbandsligisten aus dem hiesigen Beritt im Liga-Einsatz. Drei davon zuhause, gerade Spitzenreiter Steinbach sollte da gegen das Schlusslicht nicht stolpern.

SV Steinbach - KSV Baunatal U 23 (Sonntag, 14.45 Uhr).

Ob der gefühlten Niederlage gegen Willingen (2:2) und der schweren Verletzung Alex Terentews ging vor Wochenfrist ein bisschen unter, dass der SV Steinbach ungeschlagen die Herbstmeisterschaft feiern durfte: „Das ist ungefähr so, wie wenn Borussia Fulda dies in Liga drei widerfahren würde“, erklärt SVS-Coach „Kalle“ Müller die Einmaligkeit des Ereignisses und unterstreicht gleichzeitig: „Kaufen können wir uns dafür aber nichts, das habe ich den Jungs auch gleich gesagt.“

Terentew wird heute erfahren, was sein Knie abbekommen hat. Müller hofft, dass es ihn „nur“ am Innenband und Meniskus erwischt habe, aber nicht am Kreuzband. Für ihn wird am Sonntag Maximilian Brehl zu seinem Startelfdebüt kommen, weil auch Fabian Wiegand und Sebastian Bott ausfallen werden: „Er hat es am Sonntag auch super gemacht, als er reinkam. Es freut mich für ihn, weil seine Vorrunde wirklich nicht gut verlief“, spricht Müller Brehls Fehlzeiten wegen Studium und Verletzungen an.

Positiv: Michael Wiegand kehrt zurück und wird wieder die Rolle des defensiven Sechsers einnehmen, die war gegen Willingen vakant und war schuld an der fehlenden Balance gerade in der Schlussphase. Und überhaupt war Müller stinkig mit dem Auftritt gegen Ende: "Da war das Spiel schon abgehakt für manche. Normalerweise müssen wir 5:0 führen, führen aber nur 2:0. Daraus müssen wir lernen." Schließlich erwarte er mit Baunatal einen ähnlich tiefstehenden Gegner, weswegen einmal mehr Geduld gefragt sei.

 

osthessensport vo. 15.11.2015

Verbandsliga – Steinbacher Kantersieg – Baunatals Avakhti tritt zurück

Burghaun (fs) – Wenn das Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga mit nur zehn Spielern zum Spitzenreiter fährt, dann ist eine Klatsche programmiert. Unter den gegebenen Umständen verkaufte sich die Reserve des KSV Baunatal beim SV Steinbach noch teuer, der Ligaprimus baute die Tabellenführung mit einem souveränen 6:0 (5:0)-Kantersieg dennoch ohne Probleme aus. Für KSV-Trainer Feras Avakhti war es das letzte Spiel an der Seitenlinie.

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Marcel Ludwig. Foto: Christine Görlich

Schon vor dem Spiel hatte festgestanden, dass es das letzte Spiel von Avakhti an der Seitenlinie wird: „Ich habe dem Vorstand und der Mannschaft Anfang der Woche Bescheid gesagt, dass ich nicht mehr weitermache. Wir gehen absolut im Guten auseinander und ich habe ein gutes Verhältnis zu den Spielern, die noch übrig sind, aber meine Ambitionen und die Realität gehen zu weit auseiander. Ich habe im Rahmen meiner Möglichkeiten alles versucht, aber der Kader ist einfach zu dünn. Mit so wenigen Leuten kann ich nichts bewegen“, begründet Avakhti seinen Rücktritt. Er werde auch keine zweite Mannschaft mehr übernehmen. Der Verein hat bereits einen Nachfolger gefunden, der am Montagabend vorgestellt werden soll. Namen will Baunatals sportlicher Leiter Willi Nebe aber noch nicht nennen.

Zum Spiel: Der ohnehin schon kleine Baunataler Kader wurde durch die Platzverweise von Gökhan Topsakal und Robin Pollmer in Rothwesten vergangene Woche nochmal ausgedünnt, da auch Nico Langhans (Magen-Darm) kurzfristig absagen musste. Der SVS ging die Partie von Beginn an hochkonzentriert an und hatte schon nach fünf Minuten für Klarheit gesorgt: Der enorm starke Marcel Ludwig hatte erst eine Flanke auf Petr Kvaca gebracht, dessen Kopfballablage zimmerte Petr Paliatka direkt ins Netz (3.), kurz darauf legte Julian Rohde aus 16 Metern nach Ludwig-Flanke das 2:0 nach (5.). Auch an fast allen anderen Treffern war Ludwig beteiligt, so auch am 3:0 von Petr Paliatka (18.). Petr Kvaca legte mit einer schönen Direktabnahme das 4:0 nach (23.), kurz vor der Pause beförderte KSV-Kapitän Immanuel Böker das Leder nach Flanke von David Fladung ins eigene Netz (38.). Dass bis zum Schlusspfiff nicht noch mehr Treffer als das 6:0 durch Petr Kvaca, der einen abgewehrten Ludwig-Schuss nur noch über die Linie drücken musste (56.), fielen, lag vor allem an der teils fahrlässigen Chancenverwertung: Allen voran Torjäger Florian Münkel hatte das Pech gepachtet und ließ gleich vier Hochkaräter aus. Dennoch sind die Verantwortlichen zufrieden, schließlich konnte Steinbach die Tabellenführung ausbauen: „Das war ein locker herausgespielter Sieg gegen einen bedauernswerten Gegner und trotzdem ein faires Spiel, damit kann man zufrieden sein“, erklärt Berthold Helmke aus dem SVS-Führungsteam.

Positiv war auch das Bild, das die KSV-Reserve abgab, auch wenn die Tatsache, nur mit zehn Spielern angereist zu sein, für sich genommen ein sportliches Armutszeugnis darstellt: Die VW-Städter stellten sich keineswegs nur hinten rein, versuchten immer wieder, mitzuspielen und hatten durch Sekan Atemür (32.) und Philipp Warkus (56.) sogar zwei Pfostenschüsse zu verzeichnen. „Kompliment an Baunatal, sie haben versucht, mitzuspielen und sich nicht nur hinten reingestellt“, zollt Helmke dem Gegner Respekt. „Für diese Rumpfelf war es trotzdem anschaulich, da muss ich der Mannschaft ein Lob aussprechen, sie hat bis zum Schluss alles gegeben. Für unsere Verhältnisse haben wir das dann noch gut gemacht, Felix Schäfer und Martin Wengerek haben das Spiel des Gegners in der zweiten Halbzeit dann gut verlangsamt“, meint Avakhti.

Steinbach: Motzkus; Petrasch, Trabert, Brehl, Fladung (67. van Leeuwen) – M. Wiegand, Paliatka – Rohde, Ludwig (67. Schleinig) – Münkel, Kvaca.

Baunatal II: Bielert; Altindag, Böker, Everding, Warkus –  El Hamiri, Wengerek, Schäfer, BingülAktemür.

Schiedsrichter: Simon Müller (Oberzell)

Tore: 1:0 Petr Paliatka (3.), 2:0 Julian Rohde (5.), 3:0 Petr Paliatka (18.), 4:0 Petr Kvaca (23.), 5:0 Immanuel Böker (38., Eigentor), 6:0 Petr Kvaca (56.)

Zuschauer: 150.

 

torgranate vom 15.11.2015

Armutszeugnis für den KSV Baunatal

Verbandsliga: Nur mit zehn Mann in Steinbach - Trainer schmeißt hin

 

Welch ein Armutszeugnis für den so traditionsbehafteten KSV Baunatal: Zum Spiel der Reserve in Steinbach reisten nur zehn Spieler an. Dass der Tabellenletzte gegen den Verbandsliga-Primus hoffnungslos unterlegen war, erklärt sich fast von selbst, am Ende setzte es eine 0:6 (0:5)-Niederlage.

Vorher stellte sich die Frage, wie ernst geht Steinbach das Spiel an? Nach fünf Minuten war sie in aller Deutlichkeit beantwortet: Der starke Marcel Ludwig, der auch Aktien am 3:0, 5:0 und 6:0 hatte, bereitete mit Flanken Petr Paliatkas und Julian Rohdes frühe Tore vor. Das Spiel lief nur in eine Richtung, wenngleich Steinbach nicht mehr mit aller Konsequenz auf die Tore ging, trotzdem stand es zur Pause schon 5:0. Danach war der SVS noch gnädiger, weil die Chancenauswertung mangelhaft bis ungenügend war. Besonders bitter war der Nachmittag für Steinbachs Mittelstürmer Florian Münkel, der ohne Tor blieb, obwohl er drei oder vier hätte machen können, wenn nicht müssen.

Besser lief es für Ludwig - er war der Mann des Spiels, bereitete fünf Tore direkt oder indirekt vor: "Heute lief es ganz gut", schmunzelte er und attestierte der ganzen Mannschaft ein gutes Spiel: "Das war ganz anders als gegen Willingen, wir haben gegen einen tiefstehenden Gegner bessere Lösungen gefunden." Nächste Woche ist der SVS spielfrei, danach kommt es zum Gipfeltreffen gegen Bad Soden: "Da wollen wir noch einmal alles reinwerfen, das Spiel unbedingt gewinnen. Bis dahin können wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren."

Respekt zollten nachher alle Steinbacher den zehn tapferen Mohikanern Baunatals, die zu keiner Zeit überhart oder unfair zu Werke gingen. Den Ehrentreffer hatten Sekan Aktemür (32.) und Philipp Warkus (56.) am Fuß, die aber jeweils nur den Pfosten trafen. Für KSV-Trainer Feras Avakhti war es das letzte Spiel, das hatte er schon vorher angekündigt. "Ohne Spieler kann kein Trainer arbeiten. Die Tatsachen liegen auf der Hand und für mich gibt es deswegen keine Perspektiven beim KSV", erklärte er. Der Nachfolger stehe bereits fest und soll morgen übernehmen.

Steinbach: Motzkus - Petrasch, Brehl, Trabert, Fladung (63. Schleinig) - Paliatka, M. Wiegand - Ludwig (58. van Leeuwen), Rohde, Kvaca - Münkel.
Baunatal: Bielert - Altindag, Everding, Böker, Warkus - El Hamiri, Wengerek, Schäfer, Bingül - Aktemür.
Schiedsrichter: Simon Müller (TSV Oberzell). Zuschauer: 80. Tore: 1:0 Petr Paliatka (3.), 2:0 Julian Rohde (5.), 3:0 Petr Paliatka (18.), 4:0 Petr Kvaca (23.), 5:0 Immanuel Böker (38., Eigentor), 6:0 Petr Kvaca (58.). / jg

 

HNA online vom 15.11.2015 Von Ralph Görlich

Baunataler Trainer zieht die Reißleine – Nachfolger soll heute vorgestellt werden

0:6 – und Avakhti tritt zurück

Nicht mehr Trainer des KSV Baunatal: Feras Avakhti trat als Coach der Verbandsliga-Mannschaft zurück. Foto:  Malmus/nh

Nicht mehr Trainer des KSV Baunatal: Feras Avakhti trat als Coach der Verbandsliga-Mannschaft zurück. Foto:  Malmus/nh

Burghaun. Wenn das Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga mit nur zehn Spielern zum Spitzenreiter fährt, dann ist eine Klatsche programmiert.

Unter den gegebenen Umständen verkaufte sich die Reserve des KSV Baunatal beim SV Steinbach noch teuer, der Ligaprimus baute die Tabellenführung mit einem souveränen 6:0 (5:0)-Kantersieg dennoch ohne Probleme aus. Für KSV-Trainer Feras Avakhti war es allerdings das letzte Spiel an der Seitenlinie.

Dies hatte schon vor der Partie festgestanden: „Ich habe dem Vorstand und der Mannschaft Anfang der Woche Bescheid gesagt, dass ich nicht mehr weitermache. Wir gehen absolut im Guten auseinander und ich habe ein gutes Verhältnis zu den Spielern, die noch übrig sind, aber meine Ambitionen und die Realität gehen zu weit auseinander. Ich habe im Rahmen meiner Möglichkeiten alles versucht, aber der Kader ist einfach zu dünn. Mit so wenigen Leuten kann ich nichts bewegen“, begründet Avakhti seinen Rücktritt. Der Verein hat bereits einen Nachfolger gefunden, der heute vorgestellt werden soll. Einen Namen wollte Baunatals sportlicher Leiter Willi Nebe aber gestern Abend noch nicht nennen.

Zum Spiel: Der ohnehin schon kleine Baunataler Kader wurde durch die Platzverweise von Gökhan Topsakal und Robin Pollmer in Rothwesten vergangene Woche noch mal ausgedünnt, und auch Nico Langhans (Magen-Darm) musste noch kurzfristig absagen. Der SVS ging die Partie von Beginn an hochkonzentriert an und hatte schon nach fünf Minuten für Klarheit gesorgt: Der enorm starke Marcel Ludwig hatte erst eine Flanke auf Petr Kvaca gebracht, dessen Kopfballablage zimmerte Petr Paliatka direkt ins Netz (3.), kurz darauf legte Julian Rohde aus 16 Metern nach Ludwig-Flanke das 2:0 nach (5.).

Auch an fast allen anderen Treffern war Ludwig beteiligt, so auch am 3:0 von Petr Paliatka (18.). Petr Kvaca legte mit einer schönen Direktabnahme das 4:0 nach (23.), kurz vor der Pause beförderte KSV-Kapitän Immanuel Böker das Leder nach Flanke von David Fladung ins eigene Netz (38.). Dass bis zum Schlusspfiff nicht noch mehr Treffer als das 6:0 durch Petr Kvaca, der einen abgewehrten Ludwig-Schuss nur noch über die Linie drücken musste (56.), fielen, lag vor allem an der teils fahrlässigen Chancenverwertung.

Positiv war das Bild, das die KSV-Reserve trotz der bitteren Situation abgab. Die VW-Städter stellten sich keineswegs nur hinten rein, versuchten immer wieder mitzuspielen und hatten durch Sekan Atemür (32.) und Philipp Warkus (56.) sogar zwei Pfostenschüsse zu verzeichnen. „Für diese Rumpfelf war es trotzdem anschaulich, da muss ich der Mannschaft ein Lob aussprechen, sie hat bis zum Schluss alles gegeben. Für unsere Verhältnisse haben wir das dann noch gut gemacht“, meinte der zurückgetretene Avakhti.

 

HNA online vom 16.11.2015

Neuer Trainer des Verbandsligisten KSV Baunatal braucht vor allem neue Spieler

Der Umbruch ist eingeleitet

Wieder gestrauchelt: Wie in den meisten ihrer Begegnungen ging die Reserve des KSV Baunatal, hier mit Melih Bingül (links) gegen Tobias Frommann, auch im September gegen den Melsunger FV leer aus. Archivfoto: HedlerWieder gestrauchelt: Wie in den meisten ihrer Begegnungen ging die Reserve des KSV Baunatal, hier mit Melih Bingül (links) gegen Tobias Frommann, auch im September gegen den Melsunger FV leer aus. Archivfoto: Hedler

Baunatal. Die Lage ist prekär. Einen Sieg fuhr der KSV Baunatal II in der Fußball-Verbandsliga noch nicht ein, neben vier Unentschieden stehen 13 Niederlagen zu Buche. Die Konsequenz: Mit 18 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz ist die Hessenliga-Reserve Letzter. Am Sonntag beim 0:6 in Steinbach trat der KSV nur zu zehnt an. Trainer Feras Avakhti trat danach zurück, für ihn übernimmt Mikaeil Shikh Shihni. Warum aber läuft es so schlecht? Wir beleuchten die Probleme in Baunatal.

• Die Ausgangsposition: Auch in der vorigen Serie stand der KSV vor dem Abstieg. Erst am letzten Spieltag rettete sich das Team von Trainer Bernd Bilsing mit einem 4:0-Sieg über Willingen. Damalige Schwierigkeiten sollten in der laufenden Saison nicht wieder auftauchen, zumal die Personaldecke nach dem Einstieg von Sponsor Gerhard Klapp groß genug erschien.

• Frühes Dilemma: Die Zuversicht hielt nicht lange vor. Schon beim Saisonauftakt, ebenfalls gegen Steinbach, standen nur zehn Spieler zur Verfügung. Tobias Nebe, Trainer der Ersten, sprang ein und komplettierte die Elf. Einige Akteure hatten den KSV bereits – zum Teil schnell wieder – verlassen, viele weitere folgten. Zudem bescherten Verletzungen und Sperren nach vier Roten sowie fünf Gelb-Roten Karten den Baunatalern erhebliche Personalnot. Bernd Bilsing gab sein Amt auf, für ihn kam schließlich Feras Avakhti.

• Die Abgänge: Sefa Cetinkaya (nach Schwalmstadt) und Kim Sung-Woo (Korea) sollten aus dem Kader der Ersten zur Reserve stoßen und gingen deshalb. Andere Spieler, auch solche des Hessenliga-Kaders, aus dem die Zweite daher nicht wie erhofft schöpfen konnte, folgten Klapp zum BC Sport. „Bernd Bilsing hatte sich auf zu viele Spieler verlassen, die nicht zu ihrem Wort standen. Vereinstreue gibt es heute nur noch bei vier von hundert Spielern“, merkt der Sportliche Leiter Willi Nebe dann auch bitter an.

• Die Perspektive: Mikaeil Shikh Shihni (29) arbeitete bis vor wenigen Monaten beim VfL Kassel. Gestern leitete er erstmals das Training und bringt einige neue Spieler mit. „Das Chaos war zuvor nicht zu beseitigen. Aber wir tun alles, um wieder erfolgreich zu sein“, betonte Willi Nebe. Den Klassenerhalt sieht er in weiter Ferne: „Zunächst retten wir uns in die Winterpause. Wenn wir in der nächsten Saison in der Gruppenliga spielen, wovon ich ausgehe, ist das nicht schlimm. Es geht darum, unseren Talenten, die es nicht sofort in die Erste schaffen, eine Heimat zu bieten.“

Von Wolfgang Bauscher