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Landesliga 2002/2003
Pressespiegel – 3. Spieltag 17/18.8.02
Bezirksderby
steigt in der Johannisau FZ v. 16.8.02 Aufgrund
eines Verbotes der FZ dürfen wir die Artikel der Fuldaer Zeitung leider nicht
veröffentlichen. |
Willingen Spitze - Korbach erholt
KORBACH. Zumindest
bis zum Sonntag hat der SC Willingen die Tabellenführung der Fußball-Landesliga
Nord übernommen. Die Upländer gewannen bei Schlusslicht RSV Petersberg mit 3:1
und haben nun sechs Punkte auf dem Konto. Auch die SG Korbach war erfolgreich.
Mit einem 3:0-Sieg in Weidenhausen betrieb sie Wiedergutmachung für die
Derbyschlappe vom Donnerstag.
Die Willinger waren
in Petersberg gleich in der 2. Minute durch ein Tor von Oliver Schmidt in
Führung gegangen. In der ausgeglichenen ersten Halbzeit gelang Köhler jedoch
nach 34 Minuten der Ausgleich. Die Entscheidung in der Partie fiel in der 75.
Minute. Bei einem Laufduell verharkten sich Andreas von dem Berge und der
Petersberger Köhler; der Willinger ging zu Boden, Schiedsrichter Schindler gab
Elfmeter, den Martin Rinne zum 1:2 verwandelte. Drei Minuten später musste
Lembcke mit "Gelb/Rot" den Platz verlassen. Von dem Berge stellte in
der 80. Minute den verdienten 3:1-Sieg für den SCW sicher.
Große Erleichterung
herrschte im Tross der SG Korbach nach dem 3:0-Sieg in Weidenhausen. Die
Mannschaft von Steffen Schmermund verdiente ihn sich, weil sie bei brütender
Hitze die größere Laufbereitschaft zeigte und mehr kämpfte als der Gegner. Der
Trainer hatte im Gegensatz zum Donnerstag Uli Sude von Beginn an aufgeboten,
was sich positiv auswirkte. In einem chancenarmen Spiel erzielte Matthias
Rösner nach Zuspiel von Christoph Osterhold die Führung für die SG (29.). Jörg
Wagner mit einem verwandelten Strafstoß nach Foul an Sebastian Kramer (64.) und
Tim Bialuschewski nach Vorarbeit von Rösner (89.) erzielten die beiden weiteren
Treffer.
sportredaktion@wlz-fz.de
Im Schwlam-Eder
Derby konnte der Tuspo den ersten Dreier der neuen Saison verbuchen. Allerdings
konnte der Tuspo den Sieg erst in der letzten halben Stunde sicherstellen.
Möglichkeiten dies früher zu tun waren in Mengen vorhanden. Zu Beginn des
Spiels verpassten Frank Schultz mit einem Schuss und Marco März nach der
anschließenden Ecke per Kopf. Aber auch Melsungen hatte in der
Anfangsviertelstunde zwei gute Gelegenheiten, Sebastian Boll scheiterte an
Tobias Kreuter und Christian Grebe zielte rechts neben das Tor. Bis zur Pause
spielte dann aber nur noch der Tuspo, der MV08 wurde immer weiter in die
Defensive gedrängt. Nur ein Tor, das wollte nicht fallen. Marco Sack per Kopf,
Michael Giese aus der Distanz, Frank Schultz oder Nicco Holland-Jopp aus sehr
guten Positionen verfehlten alle das hochverdiente 1:0. In der 42. Minute
Aufregung als bei der zweiten 11m verdächtigen Situation Sascha Beetz Frank
Jäger von den Beinen holte, es gab aber nur Abstoss. Bei dieser Aktion
verletzte sich der Gästekeeper und musste zur Pause ausgewechselt werden.
MV08 Urgestein Dirk
Pallas verpasste Nicco Holland-Jopp unglücklich (?) einen Schlag ins Gesicht.
Nicco musste daraufhin ausgewechselt werden (und ist wohl später auch noch ins
Krankenhaus); Dirk Pallas wurde ausgewechselt, er stand auf der Schwelle zum
Gelb-Roten Karton. Dann noch ein Weckruf für die Tuspo Akteure, ja die 2.
Halbzeit lief bereits, als Mario Grösch den Pfosten anvisierte. Danach gings
wieder nur noch in die andere Richtung, Cemal Akkoyun schoss drüber und Marco
Sack setze einen Kopfball nur knapp am linken Pfosten vorbei. In der 62. Minute
dann endlich das längst überfällige 1:0. Dragan Sicaja schlug einen langen Pass
auf den auf die linke Seite gewechselten Frank Schultz der zur Grundlinie zog,
zurück auf Cemal Akkoyun passte und dieser mit seinem dritten Saisontreffer ins
Schwarze traf. Weiter gings, Frank Jäger Pfosten, Marco Sack erwischt den
Nachschuss nicht richtig, zwei Minuten später Frank Schultz aus 18m zum 2:0.
Und wie schon in Asbach gabs heute auch wieder einen sehenswerten Vorstoss von
Christof Baum (!), der mit einem Doppelpass mit Marco Sack die Melsunger
Abwehrspieler zu Statisten degradierte, sein Heber allerdings geriet etwas zu
kurz und Angelo Döring konnte parieren (Christof, das mit dem ! ist nur Spass
;). Im Gegenzug, dem zweiten Angriff der Melsungen in der 2. Halbzeit, der überraschende
Anschlusstreffer durch Mario Grösch. Aber was folgte war kein aufbäumen vom
MV08, sondern das Gegenteil, man stellte sich wieder hinten rein und hoffte auf
Konter. Diese Rechnung ging allerdings nicht auf, zweimal Frank Schultz, Marc
Mayer und „Akku“ verpassten die Entscheidung. Diese blieb heute Marco Sack
vorbehalten, der nach Pass von Cemal Akkoyun den Gästekeeper stehen liess und
zum 3:1 einschob. Den Schlusspunkt setzte Christof Baum der mit einen Freistoss
den Ball in die rechte untere Ecke legte. Die Überlegenheit des Gastgebers wird
auch anhand der Torschüsse deutlich. 25:7 (11:4) lautet die deutliche Bilanz.
Aufstellung
Tuspo: (1)
Tobias Kreuter(2) Nicco Holland-Jopp (48. Marc Mayer)(3) Michael Giese(4) Marco
März (5) Christof Baum(6) Sascha
Leck(7) Frank Schultz(8) Dragan Sicaja
(9) Marco Sack(10) Frank Jäger(11) Cemal Akkoyun (87. Christian Leck)
Tore:1:0 - 62. Cemal
Akkoyun 2:0 - 65. Frank Schultz 2:1 - 73. Mario
Grösch 3:1 - 87. Marco Sack 4:1 - 92. Christof Baum
FV Melsungen 08: Sascha Beetz (46. Angelo
Döring), Daniel Stöhr, Mario Grösch, Axel Bischoff, Daniel Pape, Benjamin
Giesen, Björn Wanke, Sebastian Boll, Christian Grebe, Tino Staudiegel (86. Tino Rudolph), Dirk Pallas (48. Christian Ziegler)
Zuschauer: 200
Enttäuschende
Leistung auf dem Chattenloh
So schlecht haben
die wiederum vielen Zuschauer die Mannschaft des SVA schon lange nicht mehr
spielen sehen. Nichts gelang, kaum Chancen, so gut wie keine Schüsse auf das
Tor des Gegners, verlorene Zweikämpfe und Abspielfehler über Abspielfehler.
Einzig die Abwehrspieler Alexander Ludwig, Tobias, Schmerbach und Marc Cebulla sowie mit Abstrichen
Michael Bogatsch zeigten Landesliganiveau. Oft leitete das Mittelfeld des SVA
die Angriffe des Gegners ein. Kaum ein Anspiel auf die an diesem Tage ebenfalls
blassen Stürmer Ralf Kruse und Maikel Buchenau kam an. Unnütze Dribblings,
leichtfertige Abspiele und immer wieder ungenaues Spiel bauten den solide
spielenden Gegner auf. Rösner, der nie in den Griff zu kriegende zentrale
Mittelfeldmann der Korbacher, über-raschte den zu weit vor dem Tor stehenden
Michael Bogatsch mit dem ersten Torschuss nach knapp 30 Minuten zum 0:1. In der
43. Minute hatte Senol Akin, dynamisch aber uneffektiv und viel zu verspielt,
die erste Chance für den SVA. Auch nach der Pause zeigte sich keine Besserung
bei der Heimmannschaft. Korbach brauchte eigentlich nur die geschickte
Raumaufteilung beizubehalten und auf die Fehler des SVA zu warten- so einfach
ist manchmal das Fußballspiel. Sven Schäfer stand zwar zu Beginn der 2.
Halbzeit einmal - auch für ihn völlig unerwartet - frei vor des Gegners Tor,
doch zu desolat war sein Abschluss als das irgend eine Gefahr für das Korbacher
Tor hätte davon ausgehen können. Sebastian Schmiedl wurde für Maikel Buchenau
und Ingo Sieberhagen für Markus Albrecht eingewechselt. Später kam auch noch
als letzte Hoffnung auf ein Kopfballtor Rudi Göpfert für Alexander Ludwig. Ingo Sieberhagen verschuldete unglücklich
einen Elfmeter und mit dem 0:2 durch Wagner war das Spiel definitiv
entschieden. Nichts ging nichts half, kopf-, führungs- und hilflos ergaben sich
Trainer und Mannschaft ihrem Schicksal. Nach Sven Schäfers verletzungsbedingtem
Ausscheiden wurde der SVA mit zehn Spielern teilweise vorgeführt und Korbach
kam zu verdienten dritten Treffer. „Peinlich für den SVA“ so kommentierte ein
neutraler Zuschauer, das Geschehen auf dem Chattenloh an diesem Tage. Doch auch
peinliche Niederlagen haben etwas Gutes: Man kann daraus lernen. Mit dem Wissen
um die Lernfähigkeit der Mannschaft wünschen wir unseren Spielern eine bessere
Einstellung mehr Mut und Engagement für das nächste Spiel, denn Siege werden in
den Köpfen und vor allem auf dem Platz errungen.
Der SVA spielte
mit: Bogatsch, Ludwig ( 80. Göpfert),
Cebulla, T. Schmerbach, Schäfer, Markus Albrecht (66. I. Sieberhagen), Gruber,
Akin, Niesner, Kruse, Buchenau ( 66. Schmiedl)
Tore: 0:1 (30.), 0:2 (68.), 0:3 (90.)
Zuschauer: 500
Durchatmen hieß es am Samstag Nachmittag in Steinbach als der Schiedsrichter zum Pausentee bat. 5 : 0 stand es bereits für die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt. Kampf, Fußball mit Herz, Aufopferung bis zum letzten, so konnte man das Spiel Steinbach gegen FSV beim letzten Aufeinandertreffen in der Relegation beschreiben. In diesem Spiel war davon allerdings wenig zu sehen. Wie bereits im Spiel gegen Willingen zeigte sich auch hier, das man die sich bietenden Möglichkeiten eiskalt nutzen muss, den anstatt der 8 oder 10 guten Tormöglichkeiten die sich vielleicht noch in der vergangenen Saison baten, hat man jetzt nur noch 3 oder 4 mal die Gelegenheit relativ "einfach" einen Treffer zu erzielen.
Dabei hatte alles eigentlich genau wie "damals" angefangen. Steinbach mit mehr Spielanteilen, Dörnberg doch etwas Nervös, darauf bedacht wenig Fehler zu machen. "Damals" legte sich dieser Zustand allerdings nach gut 20 Minuten, doch an diesem Tag zog sich dieses Bild wie ein roter Faden fast durch die gesamte Spielzeit. Die erste gute Möglichkeit für die Gastgeber nach acht Minuten. Maic Wenzl foulte den Steinbacher Klawonn und dieser trat aus gut 16 Metern selbst zum Freistoß an. Torhüter Eric Schibol hätte wohl keine Chance gehabt, doch zum Glück stand ihm zumindest in dieser Situation die Querlatte zur Seite. Aber nur zwei Minuten später die Steinbacher Führung. Der ehemalige Regionalliga-Kicker Thomas Winter von Borussia Fulda lies Eric Schibol aus gut 13 Metern keine Chance. Nur zehn Minuten später hatte dann der Steinbacher Neidhardt kein Problem den Ball durch das gesamte Mittelfeld zu dribbeln. Er war wohl selbst überrascht, wie wenig Gegenwehr er in dieser Situation erhielt und schloss aus 15 Metern zum 2 : 0 ab. Kurze Zeit später verhinderte dann Maic Wenzl einen weiteren Treffer, als er am Fünfmeterraum einen Schuss von der Strafraumkante mit dem Körper abwehrte. In der 28. Minute dann ein erstes Lebenszeichen des FSV. Timo Freund brachte einen Freistoß von der rechten Seite scharf herein, doch der anschliessende Kopfball von Christian Gerhold war zu harmlos um den Steinbacher Schlussmann zu überwinden. Wie man es besser macht zeigten die Gastgeber auf der anderen Seite. Nach einem Zuspiel von der linken Seite erhöhte Winter auf 3 : 0 (30. Minute). Trainer Andreas Hake versuchte jetzt mit Christian Tripp etwas Stabilität in das Defensivspiel zu bringen. Vom Platz ging Stürmer Kai Schaub. Fünf Minuten später konnte sich dann auch Eric Schibol auszeichnen. Nach einem Fehler von Libero Frank Schnegelsberg konnte er mit einer guten Fußabwehr einen weiteren Treffer verhindern. Auf der anderen Seite hatte dann Timo Freund eine gute Schussmöglichkeit, doch er verfehlte das Tor um gut ein bis zwei Meter. Im direkten Gegenzug dann der Treffer zum 4 : 0. Ein Zuspiel von Hannes Alter auf Steve Herzer an der eigenen Grundlinie erahnte dessen Gegenspieler, flankte sofort in die Mitte und dort bugsierte Harry Klawonn mit einen Seitfallzieher den Ball aus 6 Metern über die Linie. Drei Minuten vor der Pause versuchte dann noch einmal Lars Scheuermann sein Glück, doch auch sein Schuss aus gut 20 Metern verfehlte das Ziel. Mit seinem dritten Treffer erhöhte dann Winter auf 5 : 0 (45. Minute). Er schlenzte denn Ball freistehend von der linken Strafraumkante ins rechte Eck. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann noch eine Freistoßchance für Lars Scheuermann aus gut 16 Metern. Aber wie alle versuche zuvor blieb auch dieser leider Erfolglos.
In der zweiten Hälfte schalteten dann die Gastgeber (teilweise sehr zum
Unmut ihres Trainers) einen Gang zurück. Die beste Gelegenheit zumindest noch
etwas für eine Ergebniskorrektur zu sorgen hatte dann Lars Scheuermann. Nach
einem Handspiel zeigte der Schiedsrichter richtigerweise auf den Elfmeterpunkt.
Doch Steinbachs Markus Oswald parierte den ins linke untere Eck angesetzten
Strafstoß. Fünf Minuten später die nächste Gelegenheit für Abwehrspieler Dirk
Lotzgeselle, doch sein Schuß verfehlte ebenfalls das Tor. In der 64. Minute
erneut eine Chance für Steinbach. Nach einer Flanke auf die rechte Seite konnte
der Spieler den Ball scharf in die Mitte spielen, doch sein Mannschaftskamerad
traf den Ball aus fünf Metern nicht richtig und verfehlte das Tor doch sehr
deutlich. Christian Gerhold hatte die nächste Möglichkeit auf Seiten des FSV.
Nach einem Zuspiel von Hannes Alter warf sich allerdings noch ein Abwehrspieler
in seinen Schuss. Kurz zuvor war Steffen Dietrich für Andreas Schulze ins Spiel
gekommen. Er hatte zehn Minuten vor Schluss Pech, als der Torhüter seinen
Schuss aus spitzen Winken parieren konnte. Den Torjubeln auf den Lippen hatten
die Steinbacher Fans nach einem schönen Freistoß von der linken Seite. Doch
Eric Schibol holte den Ball mit einem super Reflex noch von der Linie. Die
letzte Gelegenheit für den FSV hatte dann Hannes Alter. Nach einem Doppelpass
mit Steffen Dietrich schob er den Ball allerdings um Zentimeter rechts am Tor
vorbei. In der Schlussminute dann doch noch ein Treffer für die Gastgeber.
Frank Schnegelsberg bekam an der linken Strafraumkante den Ball an die Hand und
Harry Klawonn erzielte vom Elfmeterpunkt den Treffer zum 6 : 0 Endstand.
Eingesetzte Spieler:
Eric Schibol, Frank Schnegelsberg, Maic Wenzl, Dirk Lotzgeselle, Hannes Alter,
Timo Freund, Christian Gerhold, Steve Herzer, Andreas Schulze (ab 76. Steffen
Dietrich), Lars Scheuermann, Kai Schaub (ab 30. Christian Tripp) Mit im
Aufgebot: Jochen Brasse, Andreas Richter, Jens Schaub
Das Spiel in der
Statistik: 1 : 0 10. Minute Thomas Winter
2 : 0 20. Minute Thomas Neidhardt 3 : 0 30. Minute Thomas Winter 4 : 0
37. Minute Harry Klawonn 5 : 0 45. Minute Thomas Winter 6 : 0 37. Minute Harry
Klawonn (Handelfmeter)
Bes. Vorkommnisse: Markus Oswald hält Handelfmeter von Lars Scheuermann (57.
Minute)
Zuschauer: ca. 150
Stark ehrlich: Hatten überhaupt keine Chance
ALTENLOTHEIM (py).
Der kurze Höhenflug des TSV Altenlotheim in der Fußball-Landesliga Nord ist
gestoppt. Nach vier Punkten aus den ersten beiden Spielen setzte es nun eine
1:7 (1:3)-Heimschlappe gegen den Titelaspiranten und neuen Tabellenführer
Hünfelder SV.
Altenlotheims
Trainer Karl-Heinz Stark trug die Niederlage mit Fassung. "Wir haben gegen
eine Mannschaft gespielt, gegen die wir überhaupt keine Chance hatten",
lautete sein ehrliches Fazit. Freilich hatte die Niederlage einen bitteren
Beigeschmack. Zum Buhmann wurde wieder einmal Schiedsrichter Schulz aus
Reddighausen. "Zu dem Schiedsrichter sage ich grundsätzlich nichts",
äußerte sich Stark zurückhaltend, um dann doch nachzukarren: "So einfach
stellt man die Leute nicht vom Platz."
In einer fairen
Partie bewies der Referee kein Fingerspitzengefühl und verwies Amert wegen
eines Schusses nach seinem Pfiff (44.) und Henricy nach Intervention seines
Assistenten (64.) mit gelb/rotem und rotem Karton des Feldes. Henricy soll
hinter dem Rücken des Unparteiischen den Scheibenwischer betätigt haben.
"Ich habe nichts gesehen", beteuerte Stark.
Unnötig waren die
Feldverweise schon deshalb, weil das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits
entschieden war. Die Gäste begannen wie die Feuerwehr und schnürten den TSV von
Beginn an in der eigenen Hälfte ein. "Dabei waren wir nach dem Sieg
Altenlotheims in Korbach schon mit einem komischen Gefühl hier angereist",
räumte Hünfelds Trainer Jürgen Krawczyk ein. Seine Schützlinge nahmen ihm aber
bald alle Sorgen ab. "Meine Mannschaft hat auf das schwache Spiel zu Hause
gegen Steinbach die passende Antwort gegeben, gleich Druck gemacht und
wesentlich aggressiver gespielt", freute sich der Coach.
Altenlotheim
versuchte mit absoluter Manndeckung den Angriffswirbel der Gäste zu stoppen -
vergebens. Besonders Andree Kalabis wird die Partie lange unangenehm in
Erinnerung behalten. Sein Gegenspieler Daniel Schirmer machte mit ihm, was er
wollte, avancierte zum überragenden Spieler auf dem Platz und brachte
"durch drei blitzsaubere Tore" (Krawczyk) die Gäste zwischen der 19.
und 36. Minute mit 3:0 in Front. Beim 0:1 köpfte Schirmer knallhart einen
Eckball ein (19.), dann überwand er Altenlotheims Schlussmann Mario Knoche mit
einem Drehschuss (30.) und schließlich blieb er im direkten Duell gegen Knoche
per Kopf erfolgreich (36.). Davor lagen aber noch mehrere Hünfelder
Gelegenheiten, so dass die Führung der Gäste noch schmeichelhaft für den TSV
war.
Dass die Hünfelder
mit ihrer Dreierkette aber auch anfällig sind, bewies Mario Amert in der 43.
Minute. Nach einem Diagonalpass von Bremmer enteilte der Stürmer und ließ
Hünfelds Keeper Freidhof keine Abwehrchance. Eine Minute später war dann
Schluss für Amert und als dann auch noch Henricy gehen musste, war der deutliche
Hünfelder Sieg abzusehen.
"Mit nur neun
Mann verliert man dann halt 1:7", entschuldigte Stark das nun folgende
Schützenfest. "Das war dann sehr einfach für uns", hatte Krawczyk ein
bisschen Mitleid mit dem Neuling. Im Schongang erzielten Fladung (66.),
Schirmer (75.), Heimrich (90.) und Morgenweck (94.) die weiteren vier Treffer
zum hochverdienten Gästesieg.
sportredaktion@wlz-fz.de
HNA-SPORTREDAKTION WOLFHAGEN
Steinbach - Acht Minuten waren in der Samstagspartie der Landesliga Nord zwischen dem SV Steinbach und FSV Dörnberg gespielt, da hätte die Elf von Trainer Andreas Hake eigentlich aufwachen müssen. Denn es knallte laut, als TSV-Akteur Klawonn die Querlatte traf.
Doch Fehlanzeige. Während der gesamten ersten 45 Minuten hatte man den Eindruck, die Dörnberger sind gar nicht auf dem Platz, huldigtem einen Sommerschlaf. Ganz anders die Steinbacher, die vor Elan sprühten. Allen voran ein Akteur, der den Namen der aktuellen Jahreszeit ad absurdum führte: der Fuldaer Ex-Regionalspieler Thomas Winter.
Ihm gelang ein Hattrick mit Unterbrechungen (10., 30., 45.). Dazwischen ließen Neithardt (20.) sowie Klawonn (37.) FSV-Keeper Eric Schibol ebenfalls keine Abwehrchance, obwohl Hake reagierte, durch Christian Tripp (30.) für Kai Schaub die Defensive verstärkte.
Dörnberg besaß in dieser Phase lediglich durch Christian Gerhold und Lars Scheuermann so etwas wie den Hauch einer Chance. Die größte vergab Scheuermann (57.), scheiterte per Strafstoß an TSV-Keeper Markus Osswald. Den Schlusspunkt setzte erneut Klawonn (90.) per Handelfmeter. (ZIC)